Unser Wohnquartier im Sanierungsgebiet Wollepark - Soziale Stadt

Ziele des Erneuerungskonzepts

Im Zuge der Rahmenplanerarbeitung zur Sanierungszieldefinition einer zukünftigen Gebietsentwicklung wurde 2003 deutlich, dass die Leerstände im Gebiet zum damaligen Zeitpunkt kontinuierlich zunehmen.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Wohnungsmarktanalyse zur Entwicklung des Wollepark beauftragt. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass es sich um strukturelle Wohnungsleerstände handelt, die nicht durch eine Gebietsaufwertung gelöst werden können. Die Empfehlung lautete: Rückbau in Höhe des vorhandenen Leerstandes. In enger Zusammenarbeit von Stadt, Wohnungsverwaltung, Sanierungsträger und Planungsbüro wurde ein Entwicklungskonzept für den Wollepark erarbeitet, das den Rückbau von rund 500 Wohnungen vorsieht.

 

Karte als pdf öffnen

 
 
 

Rahmenplanänderung  und Rahmenplanfortschreibung südlicher Wollepark

Durch instabile Eigentumsverhältnisse verwahrlosten zwischenzeitlich sogar bewohnte  Immobilien Am Wollepark  11 und 12 zunehmend. Da sich die bisherigen Entwicklungsziele für diesen Bereich im Hinblick auf eine nachhaltige Modernisierung und Instandhaltung der Wohnungen und Gebäude durch den fortgeschrittenen Verfall nur noch im geringen Umfang realisieren lassen und mit einer wirtschaftlichen Verhältnismäßigkeit nicht mehr erreicht werden kann, wurde eine Rahmenplanänderung mit daraus angepassten Entwicklungszielen vom Rat der Stadt 2013 beschlossen. Das Entwicklungskonzept sieht nunmehr auch hier den Rückbau der Gebäude und eine städtebauliche Neuordnung des Wohnungsbaus vor.

Am Dienstag den 15. Mai 2018 haben die Mitglieder des Stadtrates mehrheitlich  für den neuen Rahmenplan-südlicher Wollepark gestimmt. Ein Rahmenplan dient zur Steuerung der Entwicklung eines Gebiets und bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte, wie z.B. die Erstellung von Bebauungsplänen und den anschließenden Bau neuer Gebäude. Die zentrale Fläche Am Wollepark 1 – 5 wird danach in zwei Einheiten gegliedert: Im nördlichen Bereich entsteht Raum für Gemeinbedarfseinrichtungen, u.a. eine Kindertagesstätte, im südlichen Bereich ist eine Nutzungsmischung aus Wohnen, Dienstleistungen und nicht störendem Gewerbe angestrebt. Verbunden sind die beiden Bereiche durch den Wolle-Boulevard, der auch eine Durchlässigkeit zu den dahinter liegenden Wohngebäuden herstellt. Eine neue Grünfläche im südlichen Bereich wird einen angemessenen Zugang zum historischen Landschaftspark herstellen.

 

 

 

 

 

 

Den Rahmenplan können Sie  hier als pdf herunterladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschnitt Wendenstraße 10 – 23 und Thüringer Straße 26 – 30b

Das Entwicklungskonzept empfiehlt für die Wohngebäude an der Wendenstraße Nr. 10 – 23 die Beibehaltung der bisherigen Wohnnutzung und Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden und in den Wohnungen sowie eine attraktive Gestaltung des Wohnumfeldes sollen auch zukünftig Wohnungsleerstände verhindern.

Im Gegensatz hierzu waren die ebenfalls dreigeschossigen Wohngebäude an der Thüringer Str. 26 – 30b stark in ihrer Substanz gefährdet und teilweise bereits entmietet. Das Entwicklungskonzept sah zwar auch für diesen Abschnitt insgesamt den Entwicklungsschwerpunkt „Wohnen“ vor; empfahl jedoch eine Neuordnung und Wohnungsneubau.

 

Abschnitt Wollepark Nord (Westfalen-, Schwaben- und Pommernstraße)

Für den Abschnitt Wollepark Nord sah das Entwicklungskonzept eine umfassende Neustrukturierung zur Stärkung des Wohnstandortes vor.

Hierzu ist  die Gestaltung eines Stadtteilplatzes rund um ein Nachbarschaftszentrum vorgesehen. In der Westfalenstraße 6 besteht bereits seit 2006 das Nachbarschaftszentrum mit den Angeboten des Quartiersmanagements und des Nachbarschaftsbüros. Der Abbruch des Kurbades ist ebenfalls bereits erfolgt. Nach Abbruch des Gebäudes Westfalenstraße 8 soll das geplante Stadtteilzentrum die vorhandenen Einrichtungen und Flächen des Kurbads einbeziehen und insbesondere eine Verknüpfung des Wohnstandortes zur Parkanlage Wollepark schaffen. Hierzu sollen die eigentlichen Parkzugänge umgestaltet und durch Grünzüge an den Platz angebunden werden. Verbunden mit der Neustrukturierung des Abschnittes Wollepark Nord soll die Sanierung und Modernisierung der Wohngebäude und die Neugestaltung und Aufwertung des Wohnumfeldes realisiert werden. In diesem Zusammenhang erfolgte die Erneuerung der vorhandenen Gemeinbedarfseinrichtungen (Jugendhaus „Hütte“ und Außenbereich der Parkschule). Ein Schwerpunkt bei der Modernisierung und Instandsetzung der Wohngebäude in Westfalen-, Schwaben- und Pommernstraße sieht die Zusammenlegung von Wohnungen vor, um attraktiven Wohnraum für Familien zu schaffen. Im Zuge der Aufwertung des Wohnumfeldes sollen insbesondere die überdimensionierten Stellplatzanlagen neu gestaltet werden.

Heute wird im nördlichen Teil des Sanierungsgebietes dem Modernisierungs- und Instandsetzungsstau durch neue Eigentümer entgegengewirkt. Teilweise werden die Wohnungsbestände modernisiert, instandgesetzt und dem Wohnungsmarkt wieder zugeführt. Der Wohnraum ist wieder stark nachgefragt, wobei allerdings eine einseitige Belegung durch die bereits vorherrschenden Bevölkerungsgruppen aus EU-Bürgern überwiegend aus Bulgarien, Rumänien und Polen sowie Flüchtlinge aus den Krisengebieten festzustellen ist.

 

Abschnitt Wollepark Süd (Am Wollepark) 

Insbesondere im südlichen Teilbereich des Sanierungsgebietes konzentrierten sich Wohnungsleerstände von über 50 %. Das Entwicklungskonzept sah daher für diesen Abschnitt den Abbruch der Wohngebäude Am Wollepark 1 - 5, 10 und 13 - 14 einschließlich der Parkpalette vor. An der Stedinger Straße sollte nach Umstrukturierung ein Entwicklungsschwerpunkt mit „Arbeiten/Gewerbe“ entstehen.

Die Erschließung des südlichen Bereiches des Sanierungsgebietes soll dabei zukünftig ausschließlich von der Stedinger Straße aus erfolgen, so dass das verbleibende Wohnquartier auf der östlichen Seite Am Wollepark ohne Beeinträchtigungen durch das zukünftige Gewerbeareal bleibt. Für diesen Abschnitt sieht das Entwicklungskonzept die Beibehaltung der Wohnnutzung und eine Instandsetzung und Modernisierung der Wohnungen und die Neugestaltung der Freiflächen und des Wohnumfeldes vor. Mit dem Abriss der Wohngebäude Am Wollepark 13 und 14 soll schließlich die Eingangssituation des Quartiers gestaltet, die Verknüpfung mit dem Landschaftspark ermöglicht werden und das Angebot an hausnahen Freiflächen eine Ergänzung erfahren.

 

 

© 2018 Wollepark Quartiersmanagement
Impressum  |   Kontakt  |   Login