Unser Wohnquartier im Sanierungsgebiet Wollepark - Soziale Stadt

Aktuelle Termine

Großer Weihnachtsmarkt Freitag, den 30. November von 14:00 bis 18:00 Uhr

Frühstück Donnerstag, den 6. Dezember, 10:00 bis 12:00 Uhr, AWO Gemeinschaftszentrum, mit Anmeldung unter 04221-51821

Singen immer Dienstag, von 16:00 bis 17:00 Uhr, für alle die Lust am Singen haben

Das Sanierungsgebiet Wollepark

Das Sanierungsgebiet Wollepark liegt in unmittelbarer Nähe zur Delmenhorster Innenstadt. Östlich grenzt das Areal der ehemaligen „Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei“, dem heutigen EXPO-2000-Standort „Nordwolle“ an das Sanierungsgebiet. Im Süden wird das Gebiet durch die Nordwollestraße sowie der auf einem Bahndamm verlaufenden Bahnlinie Bremen/Oldenburg und im Westen durch die Stedinger Straße begrenzt. Die nördliche Abgrenzung bilden das Gelände des Ernst-Eckert-Hauses, einer Altenwohnanlage der Delmenhorster Heimstiftung und der Sportplatz des SV Baris Delmenhorst sowie die sich anschließende Ein- und Zweifamilienhausbebauung. Zentral im Sanierungsgebiet liegt die noch erhaltene Fläche des historischen Landschaftspark der Lahusen Familie, der das Sanierungsgebiet räumlich in einen nördlichen und einen südlichen Siedlungsteilraum begrenzt.

 

Die Planungen für die Wohnsiedlung Wollepark begannen in den Jahren 1968/69. Die Neue Heimat entwickelte auf dem rund 45.000 m² großen Areal ein Wohngebiet „nach den modernsten Erkenntnissen neuzeitlicher architektonischer Formgebung und Stadtplanung“ (Delmenhorster Kurier, 12. Juli 1968). Der Großteil der Mietwohnungen in Geschoßbauten, insgesamt 1.249 Wohnungen, entstand zwischen 1970 und 1976 unter der Leitidee „Urbanität durch Dichte“. Derzeit leben im Sanierungsgebiet Wollepark rund 2.200 Menschen.

 

Zu Beginn der städtebaulichen Sanierung war die Einwohnerentwicklung des Sanierungsgebietes durch hohe Bevölkerungsverluste geprägt, der mit zunehmendem Leerstand einherging. Im Quartier verblieben vor allem sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen, sodass überdurchschnittliche Anteile an Menschen mit Migrationshintergrund, Kindern und Jugendlichen und Empfängern von Transferleistungen im Sanierungsgebiet Wollepark vorzufinden waren. Seit Inkrafttreten der Arbeitnehmerfreizügigkeit der Europäischen Union Anfang 2014 und den dadurch verbundenen Zuzug von EU-Bürgern überwiegend aus Bulgarien, Rumänien und Polen sowie im Zuge der Flüchtlingszuwanderung aus den Krisengebieten Syrien, Irak und Afghanistan ist die Bevölkerung im Wollepark hingegen um mehr als 500 Bewohner angestiegen. Dieser große Zuzug an Neu-Bewohnern stellt das Quartier und die im Quartier handelnden Akteure vor besondere Herausforderungen.

Das Quartiersmanagement unter Mitarbeit der Gemeinwesenarbeit ist hier besonders gefordert. Neben Projekt- und Netzwerkarbeit sind Formen und Lösungsansätze zu finden um eine Identifikation der Bewohner*innen mit dem Stadtteil und der Nachbarschaft entstehen zu lassen und bereits vorhandene Strukturen zu stärken und zu erhalten.

Aus städtebaulicher Sicht bildeten zu Beginn der Sanierung der erhebliche Modernisierungs- und Instandsetzungsbedarf an Gebäuden und Wohnungen die dringlichsten Probleme. In den zu 70% zwangsverwalteten Wohnungsbeständen gab es erhebliche Wohnungsleerstände. Heute wird im nördlichen Teil des Sanierungsgebietes teilweise dem Sanierungsstau durch neue Eigentümer entgegengewirkt. Teilweise werden die Wohnungsbestände modernisiert, instandgesetzt und dem Wohnungsmarkt wieder zugeführt. Der Wohnraum ist wieder stark nachgefragt, wobei allerdings eine einseitige Belegung durch die bereits vorherrschenden Bevölkerungsgruppen aus EU-Bürgern überwiegend aus Bulgarien, Rumänien und Polen sowie Flüchtlinge aus den Krisengebieten festzustellen ist.

Die aktuellen Leerstände von knapp 30% der Wohnungen im Wollepark konzentrieren sich hauptsächlich auf zwei leerstehende Wohnungsbestände. Im nördlichen Teil ist seit längerem bereits die Abbruchverfügung für die Westfalenstraße 8 rechtswirksam. Die Stadt Delmenhorst konnte 2018 das Grundstück erwerben und nach Abbruch in 2019 soll dieser Bereich neu geordnet und entwickelt werden. Im südlichen Teil des Sanierungsgebietes  wurden bereits die Gebäude Am Wollepark Nr. 1- 5 und das Parkhaus abgebrochen. Für die Gebäude Am Wollepark 13 und 14 hatte die Stadt Delmenhorst bereits 2015 das Vorkaufsrecht ausgeübt, nach einer Klage der bisherigen Eigentümer über die Höhe des Kaufpreises, konnte vor der Baulandkammer jedoch immer noch keine Entscheidung erzielt werden.  Mit dem Abbruch der Gebäude soll nach einer Einigung möglichst zeitnah begonnen werden. Mit der Neu- und Umgestaltung öffentlicher Grün- und Freiflächen sowie auf den Freiflächen der Wohnungsgesellschaften wurde bereits begonnen. Hier besteht jedoch weiterhin noch erheblicher Bedarf, sowohl gesamtstädtisch für die Zugänge und die Erlebbarkeit des Landschaftsparks als auch wohnungsnah hinsichtlich der Herrichtung und Ergänzung der Spiel- und Freiflächen für die Bewohner*innen.

 

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