Unser Wohnquartier im Sanierungsgebiet Wollepark - Soziale Stadt

Aktuelle Termine

Großer Weihnachtsmarkt Freitag, den 30. November von 14:00 bis 18:00 Uhr

Frühstück Donnerstag, den 6. Dezember, 10:00 bis 12:00 Uhr, AWO Gemeinschaftszentrum, mit Anmeldung unter 04221-51821

Singen immer Dienstag, von 16:00 bis 17:00 Uhr, für alle die Lust am Singen haben

Aktivierende Befragung

 

Das Quartiersmanagement hat gemeinsam mit anderen Akteuren aus dem Nachbarschaftszentrum Wollepark im Juli 2016 eine aktivierende Bewohnerbefragung durchgeführt, da in den letzten zwei Jahren das Quartier stark gewachsen ist. Die Bewohnerstruktur ändert sich durch Zuzüge insbesondere von Zuwanderern aus der europäischen Union (überwiegend aus Osteuropa) und Menschen mit Flüchtlingshintergrund laufend. Eine aktivierende Bewohnerbefragung dient dem Quartiersmanagement daher nicht nur der Bekanntmachung und dem Kennenlernen der neuen Bewohner, sondern auch der Anpassung der Angebote und der Erfassung von aktuellen Bedürfnissen und Bedarfen in der Quartiersbevölkerung.

An 15 Befragungstagen in Befragungsteams aus zwei Personen konnten im Juli 2016 insgesamt 110 Interviews durchgeführt werden. Gestützt wurde die Befragung durch einen Gesprächsleitfaden, der anhand eines Methodenhandbuches zur aktivierenden Bewohnerbefragung im Vorfeld von Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit entwickelt und getestet worden ist. Die einzelnen Interviews fanden in oder vor der Wohnung der Bewohner statt. Eine Teilnahme war freiwillig und anonym - daher sind Rückschlüsse auf Hauseingänge oder Straßenzüge nicht Gegenstand der Ergebnisse; diese spiegeln das Sanierungsgebiet in seiner Gesamtheit wider. Insgesamt konnten 23,2 % der Haushalte im Sanierungsgebiet erreicht werden; mit jedem zweiten Haushalt kam ein Interview zustande. In diesem Jahr konnten Bewohner aus allen Häusern in der Schwaben-, Pommern-, Westfalen- und Wendenstraße sowie aus der Straße Am Wollepark und aus dem Gebäude der Thüringer Straße 38 befragt werden. Die Ergebnisse der Befragung repräsentieren rund 15 % der Quartiersbevölkerung.

In der Befragung erfolgte zuerst eine quantitative Erfassung zu Antworten auf vorher festgelegten Fragen zu Alter, Nationalität und Haushaltsgröße, die in der Auswertung mithilfe verschiedener statistischer Werte ermittelt wurden.

Ein weiterer Teil des Interviews bestand aus qualitativen Fragen: Diese offen gestellten Fragen haben keine festgelegten Antwortkategorien denen die Interviewer die Antworten zuordnen könnten. Alle gegebenen Antworten wurden genau erfasst und in der Auswertung zu Kategorien „geclustert“, also zusammengefasst. Die qualitative Erhebung ermöglicht die Berücksichtigung von Bedeutungen, Gewichtungen und individuellen Bedürfnissen, Sorgen und Anregungen aus der Bewohnerschaft.

Ergebnisse der quantitativen Erhebung:

Das Ergebnis zeigt, dass mehr als die Hälfte der Bewohnerschaft erst fünf Jahre und kürzer im Wollepark lebt; dies spiegelt auch die Beobachtung wider, dass die Bewohnerzahlen in den letzten zwei Jahren auf Grund erhöhter Zuwanderung signifikant gestiegen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Erfassung der Nationalität fällt auf, dass rund die Hälfte der Befragten deutsche Staatsbürgerschaft sind. Aus der EU Zugewanderte aus Bulgarien und Polen sowie Menschen aus den Kriegsregionen Irak und Syrien bilden ebenfalls eine große Gruppe:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ermittelten Haushaltsgrößen zeigen, dass im Sanierungsgebiet viele kinderreiche Familien aber auch Alleinstehende leben:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Vergleich zu den Ergebnissen aus der Befragung 2012 ist die Bekanntheit des Nachbarschaftszentrums leicht gesunken, was sich durch den Zuzug von Neu-Bewohnern erklären lässt, die noch nicht auf das Nachbarschaftszentrum aufmerksam geworden sind:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als erste Maßnahme auf dieses Ergebnis erfolgt nun die Information über Angebote des Nachbarschaftszentrums mit einer monatlichen Briefwurfsendung in jeden Briefkasten im Quartier. Der Flyer informiert nicht nur über neue und bestehende Angebote sondern enthält auch Kontaktdaten aus dem Nachbarschaftszentrum.

Ergebnisse der qualitativen Befragung:

Die ehrenamtlich geführten Projekte des Nachbarschaftszentrums wie der Umsonstladen „Geben & Nehmen“, die Fahrradwerkstatt für Kinder und Jugendliche sowie die Bewohnervertretung erfreuen sich großer Resonanz und Beliebtheit in der Bewohnerschaft. Auch die unterschiedlichen Kontaktangebote wie das Bewohnercafé oder das Bewohnerfrühstück und die Angebote zur individuellen Unterstützung einzelner Bewohner, wie Sozialberatung oder auch „Schulstartpakete“ sind bekannt und gefallen den Befragten am besten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kritik wurde zum Beispiel am Projekt „Geben & Nehmen“ geäußert, die sich auf den enormen Andrang an den Öffnungstagen bezog. Der Zugang für Kunden erfolgt als direkte Reaktion auf diese Kritik seither mit Hilfe eines „Personenleitsystems“, um den großen Besucherstrom kontrollierter in den Laden leiten zu können.

Befragte wünschen sich vom Nachbarschaftszentrum vor allem eine Ausweitung des Beratungsangebotes in Form von größerer Terminkapazität. Hierbei benötigen die Menschen aus dem Quartier vor allem Unterstützung bei Fragen zu Umzugshilfe und Wohnungssuche, Jobsuche, Schulden und Verschuldung, Berufsanerkennung, Mietverhältnisse und häuslicher Gewalt.

Zum Wunsch der Erweiterung bestehender Angebote gehört die Nachfrage nach zusätzlichen kostenlosen Deutschlernangebote genauso, wie das Bedürfnis nach mehr Beeten im Gemeinschaftsgarten oder mehr Öffnungstagen der Fahrradwerkstatt oder  bei „Geben & Nehmen“.

An ihrem Wohnumfeld schätzen Bewohner vor allem die zentrale Lage, aber auch die Nachbarschaft sowie die Institutionen im Quartier, wobei das Nachbarschaftszentrum als Anlaufstelle hier die Hälfte der Nennungen erhielt.

Kritisiert wurde jedoch auch das Verhalten einiger Nachbarn wie z.B. das Verhalten bezüglich des Umgangs mit Müll, Lärm aber auch Gewalt und der Konsum von Drogen und Alkohol.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wohnzufriedenheit (10 Punkte = sehr gut; 1 Punkt = sehr schlecht) liegt im Durchschnitt bei 6,34; der Modus, der Wert, der am häufigsten genannt wurde, liegt bei 10 Punkten mit insgesamt 24 Nennungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine erneute aktivierende Befragung wird das Team des Nachbarschaftszentrums voraussichtlich 2018 durchführen. Hierbei können dann Rückschlüsse gezogen und Entwicklungen evaluiert werden.

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